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Labor Kreative Robotik

Das neue Labor für Kreative Robotik an der Kunstuniversität Linz ist ein Kooperationsprojekt mit dem Ars Electronica Center, der KUKA Roboter CEE GmbH, der Johannes Kepler Universität, Bernstein Innovation sowie der Association for Robots in Architecture, welches durch das Hochschulinfrastrukturmittel-Programm des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gefördert wird.

Roboterarme sind universelle Maschinen die – wie eine menschliche Hand – mit einer Vielzahl von Werkzeugen ausgestattet werden, und so schnell von einer Fräsmaschine in einen 3D-Drucker gewandelt werden können. Wir sehen Roboter jedoch nicht nur als Fertigungsmaschinen, sondern als vielfältige Schnittstelle zwischen der digitalen und der physischen Welt.
Das Labor steht somit allen Studienrichtungen im Rahmen der forschungsgeleiteten Lehre offen: Während Industriedesigner mit Robotern Prototypen bauen, entwickeln Studierende der „Zeitbasierten Medien“ interaktive Roboterinstallationen und Grafik-Studierende erforschen neue Darstellungmethoden die so nur ein Roboter realisieren kann. Die Maschine wird dadurch nicht zum letzten Glied in einer langen Kette von Design zu Fertigung, sondern zu einem integrierten Teil des Designprozesses. Dies wird vor allem durch zugängliche Robotersoftware – wie KUKA|prc – ermöglicht, welche es auch neuen Benutzern erlaubt, völlig neuartige Roboterprozesse zu kontrollieren.
Am Labor werden Kooperationen mit KünstlerInnen und DesignerInnen betrieben, ebenso mit KMUs, die neue Roboteranwendungen erforschen wollen - etwa gefördert durch die Mittel des FFG.

Die Kernkompetenz des Roboterlabors liegt in der ausgeprägten Interdisziplinarität, die in dieser Form ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal darstellt. Durch die Beteiligung von Partnern aus dem kreativen Feld, der Industrie und der Forschung soll ein einmalig-innovatives Forschungslabor aufgebaut werden. Anstelle der klassischen Aufgabenteilung zwischen den kreativen und technischen Partnern, wird das Labor für Kreative Robotik durch den regen Austausch Kollaborationen auf Augenhöhe ermöglichen. Wir sehen den Forschungsschwerpunkt im Bereich der Mensch-Maschine Kollaboration, der Entwicklung von neuartigen Software-Programmen und Schnittstellen sowie innovativer, multifunktionaler Roboterwerkzeuge, aber auch der Lehre auf verschiedensten Stufen.

In Bezug auf die Software liegt der Schwerpunkt darin, neuartige, effiziente Wege zu finden wie Nutzer intuitiv mit Robotern interagieren können. Neuartige Schnittstellen müssen auf Interaktionskriterien aufbauen wie sie in den letzten Jahren vor allem vom Bereich der mobilen Elektronik etabliert worden sind. Ebenso relevant sind neue Technologien aus dem Bereich der Virtual und Augmented Reality, vor allem in Hinblick auf Mensch-Maschine Kooperation, wo etwa die Arbeitsräume des Roboters virtuell räumlich dargestellt werden.
Ein ebenso wichtiger Punkt ist die Entwicklung von neuartigen Werkzeugen um die Vielseitigkeit von Industrierobotern ideal ausschöpfen zu können. Die 3D-Druck Expertise von Bernstein ermöglicht es uns, im Leichtbau sichere und hochoptimierte Werkzeuge für neue Roboteranwendungen zu realisieren. Das Industriedesign der UfG hat in Kollaboration mit Festo bereits große Erfahrung sammeln können (Festo PowerGripper und AirArm).
Schlussendlich ist es ein Anliegen des Labors, das Potenzial von Kreativer Robotik nach außen hin zu kommunizieren. Dies soll auf mehreren Ebenen passieren, angefangen von-Workshops für SchülerInnen in Kooperation mit dem AEC, deren Ziel es ist, den TeilnehmerInnen das kreative Potenzial von Robotern aufzuzeigen und Interesse für Programmieren und Maschinen zu wecken.
Gleichzeitig steht das Labor im Rahmen der forschungsgeleiteten Lehre Studierenden aller Studienrichtungen offen, um eigene Roboterprojekte umzusetzen.
Ebenso soll eine Webplattform aufgebaut werden um durch social media eine noch weitere Öffentlichkeit anzusprechen.