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Staatspreis für die besten Dissertationen

Mag.art. Manuela Naveau, PhD, erhält für ihre Dissertationen an der Kunstuniversität Linz "Crowd and Art - oder "die Anderen" im Kontext der Netz-Kunst" den Award of Excellence des BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. 

Mit diesem Staatspreis, der aus Mitteln der Studienförderung finanziert wird und mit 3.000 EUR dotiert ist, werden die 40 besten Dissertationen des abgelaufenen Studienjahres honoriert.

Crowd and Art - oder "die Anderen" im Kontext der Netz-Kunst
An der Schnittstelle zu Kunsttheorie und Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft und Technologiegeschichte untersucht die Arbeit neuartige Themen der partizipativen Kunst im Internet. Der erste Teil der Arbeit präsentiert den Zusammenhang von künstlerischer Partizipation und Medientechnik in einem historischen Kontext. Empirisch hinterfragt die Arbeit in einem zweiten Teil Beteiligungsformen in der Kunst und deren theoretische Rezeption in Form von fünf Casestudies und einer Self-Case-Study. In einem theoretischen dritten Teil, in dem die Autorin eine Taxonomie von Crowd and Art Dispositionen vorschlägt, wird auf verschiedene Formen von Beteiligung detailliert eingegangen und unwissentliche, unfreiwillige und passive Formen der Teilnahme in die Diskussion um Partizipation in der Kunst eingebracht.
(BetreuerInnen: Univ.Prof.Dr. Christa Sommerer und Univ.Prof.Dr. Thomas Macho)

Anfang Februar 2017 erscheint im Transkript-Verlag ihr Buch
"Crowd and Art - Kunst und Partizipation im Internet"

Welchen Beitrag kann Kunst mittels Beteiligung durch »die Anderen« in einer vernetzten Realität leisten und was hat dies mit Wissen oder Nicht-Wissen zu tun? An der Schnittstelle von Kunsttheorie, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft und Technologiegeschichte untersucht Manuela Naveau das Wesen von partizipativer Kunst im Internet. Dabei führt sie in die Welt computergestützter Partizipationsmodelle ein und reflektiert Begrifflichkeiten wie Masse und Crowd, Publikum und »die Anderen«. Im Besonderen geht sie auf verschiedene Formen von unwissentlicher und unfreiwilliger Teilnahme ein und regt zu einer dringend notwendigen Diskussion um die Entwicklung wirksamer Gestaltungsoptionen in einer Zeit enorm schnell fortschreitender Digitalisierungs- und Transformierungsprozesse, an.

Manuela Naveau ist Lektorin für “Künstlerische und Wissenschaftliche Forschungsmethoden” an der Kunstiniversität Linz, Abteilung Interface Cultures.

Manuela Naveau und Sektionschefin Dr. Iris Rauskala; Foto: Photostudio Haslinger