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Termine & News

Kai van Eikels "Public Lucky Hole"

20. Juni 2017, 18.00 Uhr Kepler Salon, Rathausgasse 5, Linz

Vortrag aus der Reihe "Intime Öffentlichkeiten: Medien – Räume – Gemeinschaften"

Eine Veranstaltung der Abteilung für Medientheorien an der Kunstuniversität Linz und des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK) in Wien in Kooperation mit dem Forschungsprojekt „Bewegungs-Bilder 2.0“ der VolkswagenStiftung und dem Kepler Salon in Linz.

Öffentlichkeit ist nicht einfach da, zentral verordnet und administriert durch eine Allianz von Staat, zivilen Institutionen und redaktionellen Medien. Sie kann fehlen, wo sie behauptet wird, und unerwartet entstehen, wo immer Menschen einander in der Distanz von Gleichen adressieren. Michael Warner betont in „Publics and Counterpublics“ die Performativität des Öffentlichen. Exhibitionisten wie athleticpisspig, der auf Straßen und Plätzen dicht bevölkerter Innenstädte allein und mit Partnern ‚Wassersport‘ treibt, um Videos davon online zu stellen, testen diese performative Verfassung. Was erfahren wir aus solchen Aktionen über Strategien im Umgang mit einem löchrigen, aus Distanzen gestrickten Beziehungsgewebe? Worin ist oder wird das öffentliche Rumsauen politisch?

Kai van Eikels ist Philosoph, Theater- und Literaturwissenschaftler und arbeitet an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kollektivformen wie „Schwärme“ oder „Smart Mobs“, Kunst und Arbeit, Performance und Politik.
Aktuelle Veröffentlichungen: Die Kunst des Kollektiven (2013), Art works – Ästhetik des Postfordismus (mit dem Netzwerk Kunst + Arbeit, 2015); Szenen des Virtuosen (mit Gabriele Brandstetter und Bettina Brandl-Risi, 2016);
Theorie-Blog: https://kunstdeskollektiven.wordpress.com

Konzeption: Gastprofessor Dr. Chris Tedjasukmana

zur Veranstaltungsreihe

www.ifk.ac.at
www.volkswagenstiftung.de
www.kepler-salon.at

Wanna play? (Love in the time of Grindr) 2014, Co-commissioned by HAU Hebbel am Ufer (Berlin) and SPRING Festival Utrecht (Foto: Sascha Weidner und Willem Popelier)