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Sutura

Valerie Moschner
Fotoserie, 2017
Textiles Gestalten

Medium Textil V

Die Sutur (aus dem Lateinischen „sutura“ – die Naht) ist die Nahtstelle zwischen zwei Schädelknochen.
Diese Knochennähte befinden sich auch auf den Jagdtrophäen, die Ausgangspunkt dieser Arbeit (bestehend aus einer Fotoserie und fünf bearbeiteten Schädeln) sind. Ausgehend von diesen Suturen, sowie weiteren strukturellen und oberflächlichen Merkmalen, wurden Muster entwickelt und wiederum auf die Schädel übertragen. Die Objekte werden so ihrem eigentlichen Zweck als Jagdtrophäe enthoben und – auch im Zuge einer Fotoserie – in einen neuen Kontext gesetzt.
Die Fotoserie befasst sich mit den noch unbearbeiteten Schädeln: statt der direkte Assoziation mit dem Tod und einer brutalen, teils abstoßenden Wirkung wird hier versucht ihre zarte, natürliche Anmutung zu vermitteln und ihre besonderen Details hervorzuheben. Ein einziger der Schädel der Serie blieb ohne Muster – die liebliche Anmutung, die mit den gebleichten Hörner und der feinen Oberflächenstruktur einhergeht, soll den Inhalt der Fotoserie auch in der Summe der Objekte repräsentieren.

"Sutura" © Valerie Moschner, Fotoserie, 2017
"Sutura" © Valerie Moschner, Fotoserie, 2017