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Versicherung

KRANKENVERSICHERUNG

MITVERSICHERUNG

Versicherungsschutz durch die Eltern:

Eine Mitversicherung bei den Eltern, Großeltern oder Adoptiveltern ist grundsätzlich bis zum vollendeten 27. Lebensjahr möglich. Sie ist unabhängig vom Bezug der Familienbeihilfe. Nach Abschluss des Studiums, wenn zu diesem Zeitpunkt Mitversicherung bestanden hat, kann bei Arbeitslosigkeit diese um bis zu 24 Monate verlängert werden.

Voraussetzungen:

Beim Nachweis orientiert sich die Versicherungsanstalt in erster Linie am Familienbeihilfenbezug der Studierenden. Sollte aber die Familienbeihilfe aus irgendeinem Grund entfallen, reicht ein Leistungsnachweis im ersten Abschnitt über 8 Semesterwochenstunden oder 16 ETCS Punkte pro Studienjahr!

Im zweiten Abschnitt ist ein Nachweis der Inskription ausreichend. Die Krankenkasse kann aber dazu auffordern, "ein ernsthaftes und zielstrebiges Studium" nachzuweisen. Der Nachweiszeitraum für diesen Leistungsnachweis kann bei Krankheit von mindestens 3 Monaten, Auslandssemester und bei Geburt und Pflege eines Kindes verlängert werden.

ACHTUNG:

Bei dieser Versicherung besteht eine so genannte "Bringschuld". Es ist notwendig, dass die Inskriptionsbestätigung bzw. die Familienbeihilfenbestätigung bei der Versicherungsanstalt der Eltern des/der Studierenden am besten ein Mal im Studienjahr oder nach Beendigung eines Abschnittes (auch BAK, Magister bei Weiterstudium auf Doktorat) abgegeben wird, um eine weitere Mitversicherung zu gewährleisten.

Versicherungsschutz durch Lebensgefährte/in oder Ehepartner/in:

Die Mitversicherung durch Lebensgefährte/in oder Ehepertner/in kann in folgenden Fällen beantragt werden:

  • für eine mit dem Versicherten nicht verwandte Person,

  • die seit mindestens zehn Monaten mit ihm in Hausgemeinschaft lebt und ihm seit dieser Zeit unentgeltlich den Haushalt führt und,

  • dass kein im gemeinsamen Haushalt lebende/r arbeitsfähige/r Ehegatte/Ehegattin oder eingetragene/r Partner/Partnerin vorhanden ist.

Beitragsvorschreibung

Der Zusatzbeitrag wird dem Versicherten vorgeschrieben und muss von diesem bezahlt werden. Der Zusatzbeitrag beträgt 3,4 % der Beitragsgrundlage des Versicherten (Pension, sonstiges Einkommen).

  • Bei Versicherten aufgrund einer Beschäftigung wird als Beitragsgrundlage das sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen (inklusive Sonderzahlungen) herangezogen. Bei den unselbständig Erwerbstätigen wird dabei auf die letzten im Hauptverband gespeicherten Beitragsgrundlagen abgestellt. Dies sind die Beitragsgrundlagen des zweitvorangegangenen Kalenderjahres. Für 2010 wird also das sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen des Jahres 2008 herangezogen. Sind derartige Grundlagen noch nicht vorhanden, wird das aktuelle Erwerbseinkommen berücksichtigt.

  • Bei Pensionisten ist die Beitragsgrundlage der aktuelle monatliche Pensionsbezug zuzüglich der Sonderzahlungen.

  • Bei Selbstversicherten gilt die hiefür herangezogene Beitragsgrundlage als Berechnungsgrundlage.

  • Im Falle einer Mehrfachversicherung wird der Zusatzbeitrag aus jedem einzelnen Beschäftigungsverhältnis fällig.

 

Kein Zusatzbeitrag ist zu entrichten, wenn

  • der mitversicherte Angehörige sich aktuell der Erziehung eines oder mehrerer im gemeinsamen Haushalt lebender Kinder widmet. Hierfür ist die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wird, oder

  • sich der mitversicherte Angehörige in der Vergangenheit dieser Erziehung zumindest 4 Jahre hindurch gewidmet hat, auch wenn das schon lange zurückliegt. Hierfür war die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wurde. Der Erziehung "gewidmet hat" bedeutet, dass sich der/die Ehegatte/Ehegattin, eingetragene Partner*innen bzw. Angehörige sowie die Kinder (vor Vollendung des 18. Lebensjahres) zumindest 4 Jahre im gemeinsamen Haushalt aufgehalten haben. Es ist nicht erforderlich, dass der/die Ehegatte/Ehegattin, der/die eingetragene Partner/Partnerin bzw. Angehörige tatsächlich den Haushalt geführt hat. Eine Erwerbstätigkeit daneben ist zulässig.

  • der mitversicherte Angehörige pflegebedürftig ist und Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 (gültig ab 1. August 2009) erhält, oder

  • der mitversicherte Angehörige den Versicherten, der zumindest Pflegegeld in Höhe der Stufe 3 (gültig ab 1. August 2009) erhält, pflegt.

Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder bzw. Enkel sind weiterhin beitragsfrei mitversichert.


SELBSTVERSICHERUNG

Studentische Selbstversicherung

Der monatliche Beitrag für Studierende, die studentisch selbstversichert sind, beträgt für 2015 54,11.- EUR .

Für eine freiwillige Sozialversicherung bei geringfügiger Beschäftigung beträgt der monatliche Beitrag 57,30.- EUR .

Weitere Informationen findest du unter: https://www.ooegkk.at/portal27/portal/ooegkkportal/channel_content/cmsWindow?action=2&p_menuid=2932&p_tabid=4

Voraussetzungen:

- gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich (Hauptwohnsitz nicht maßgeblich)

- Gesetzliche Studiendauer darf nicht mehr als ein Semester pro Abschnitt plus vier weitere Semester überschritten worden sein.

- Studium darf maximal zwei Mal gewechselt werden und jeder Wechsel muss spätestens nach dem 2. Semester erfolgen.

- noch kein Studium beendet (Ausnahmen bei weiterführenden Studien).

- Jährliches Einkommen nicht höher als 10.000,- EUR.

ACHTUNG:

Wer zu spät wechselt, kann sich erst wieder studentisch selbst versichern, sobald im neuen Studium so viele Semester zurückgelegt wurden, wie in den bisher betriebenen Studienrichtungen.

Anspruchsdauer:

Die Gesamtanspruchsdauer ergibt sich aus der Mindeststudiendauer plus ein Semester pro Abschnitt und zusätzlichen vier Semestern (ergibt bei den meisten Studienrichtungen 14 Semester). Hast der/die Studierende die Gesamtanspruchsdauer nicht voll ausgeschöpft, kann die studentische Selbstversicherung noch 3 weitere Monate nach Beendigung des Studiums in Anspruch genommen werden.

ALLGEMEINE KRANKENVERSICHERUNG

Kommt keine der angeführten Möglichkeiten in Frage, kann man sich freiwillig selbst versichern. Um nicht sofort auf den Höchstsatz eingestuft zu werden, sollte man gleich beim Antrag auf freiwillige Selbstversicherung auch einen Antrag auf Herabsetzung der Beitragsgrundlage stellen.

Achtung:

Alle diese Versicherungsmöglichkeiten bekommt man nur auf Antrag bei einer Krankenversicherungsanstalt. Dieser muss nach jeder Unterbrechung (z.B. Pflichtversicherung bei Ferialjob) neu gestellt werden.

Der monatliche Beitrag der Krankenversicherung beträgt EUR 54,11.

Geringfügig Beschäftigte

Nur für geringfügig beschäftigte Dienstnehmer*innen. Das Einkommen darf nicht über der aktuellen Geringfügigkeitsgrenze liegen. In diesem Fall bist du automatisch unfallversichert.

Für einen Pauschalbetrag von EUR 57,30 monatlich ist der/die Studierende kranken- und pensionsversichert, die Arbeitslosenversicherung ist jedoch nicht enthalten. Den Antrag auf Selbstversicherung musst du bei der Gebietskrankenkasse stellen.

Krankenversicherung bei selbstständigen Einkommen:

Besteht ein „normales“ Dienstverhältnis mit einem Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 405,98 monatlich, besteht automatisch auch ein Versicherungsschutz in den Sparten Krankenversicherung, Unfall- und Pensionsversicherung. Der/die DienstgeberIn führt die Sozialabgaben ab. Es besteht ein Rechtsanspruch auf alle Leistungen der Krankenversicherung.

ACHTUNG:

Die Beiträge werden immer mit 1.1. jeden Jahres an die Inflation angepasst.

Alle nötigen Formulare für die Selbstversicherungen gibt es im ÖH Sozialreferat oder direkt bei der GKK oder unter www.ooegkk.at.

UNFALLVERSICHERUNG

Allgemeines:

Es gibt:

- Unfall- und Haftpflichtversicherung durch den ÖH-Beitrag

- Unfallversicherung nach ASVG für Studierende

Wer ist unfallversichert?

- Studierende mit österreichischer Staatsbürgerschaft.

- Angehörige eines EWR-Landes.

- Staatsangehörige eines Landes, mit dem ein Sozialversicherungsabkommen besteht.

- Studierende, die vor Studienbeginn gemeinsam mit wenigstens einem Elternteil zumindest durch fünf Jahre in Österreich den Hauptwohnsitz hatten und ein Elternteil in dieser Zeit unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig war.

- Studierende, die sich auf die Studienberechtigungsprüfung vorbereiten.

- Anerkannte Flüchtlinge.

Wie viel kostet eine Unfallversicherung nach ASVG?

Für die studentische Unfallversicherung werden keine Beiträge eingehoben; die Finanzierung erfolgt durch die AUVA und durch einen Beitrag aus dem Familienlastenausgleichsfonds.

Welche Unfälle Fallen unter den Schutz dieser Versicherung?

Unfälle, die mit der Ausbildung in einem ursächlichen Zusammenhang stehen.

Gibt es eine Meldepflicht bzw. an wen muss man sich im gegebenen Fall wenden?

Unfälle müssen der AUVA gemeldet werden. Dabei wird der Unfallhergang genau festgestellt (halte also am besten die genauen Angaben bereit, wenn du die Meldung machst). Frist: Falls der/die Studierende durch den Unfall mehr als drei Tage lang gehindert wird, zu studieren. Achtung: Verspätete Meldungen können zu Leistungseinschränkungen führen.

Dienststellen und Behandlungseinrichtungen der AUVA in OÖ:

Landesstelle Linz
Garnisonstr.5, 4020 Linz, Telefon (0732) 2333-0

Unfallkrankenhaus Linz
Garnisonstr.7, 4020 Linz, Telefon (0732) 6920-0

Links: www.sozialversicherung.at

www.auva.at

ÖH UNFALL- UND HAFTPFLICHTVERSICHERUNG 0,36

Wer ist versichert?

Alle Mitglieder der österreichischen Hochschüler*innenschaft und alle Studierende an den staatlichen Universitäten die mit ihrem Mitgliedsbeitrag zur Österreichischen Hochschüler*innenschaft 70 Cent zu einer Unfall- und Haftpflichtversicherung zahlen. Der Versicherungsschutz entsteht bei Studienbeginn am Tag der Zulassung zum Studium und gilt dann für die Dauer dieses Semesters.

Was beinhaltet die ÖH Versicherung?

Die obligatorische Versicherung setzt sich aus zwei Teilen, der Unfall- und der Haftpflichtversicherung zusammen.

Was ist der Umfang der Unfallversicherung?

Die Versicherungssummen in der Unfallversicherung betragen für Unfalltod EUR 15.000, für dauernde Invalidität (DI) 50.000 EUR und für Unfallkosten EUR 7.500.

Was ist im Schadenfall zu tun?

Das Schadenmeldungsformular ist per Mail an  versicherung@generali.com zu senden.

Wann wird die Haftpflichtversicherung aktiv?

Bei Schäden die sich im Zusammenhang mit dem universitären Leben ergeben haben.

Wie hoch ist die Haftpflichtversicherung?

Die Versicherungssumme in der Haftpflichtversicherung beträgt für Personen- und Sachschäden, die sich aus den Gefahren des täglichen Lebens ergeben, EUR 1 Million.

Weitere Informationen:

Hier die Telefonnummern für Schadensmeldungen

Mo - Fr 9 - 18h und für Notfälle 24h

aus Österreich: 0800 204 4400

aus dem Ausland: +43 (1) 204 4400

Ansprechpersonen

Oberösterreich

Clemens Neidl

Kontakt: +43/650/23 12 086 oder clemens.neidl@generali.com

- studierendenversicherung@oeh.ac.at

https://www.oeh.ac.at/service/versicherung

Weiterführende Links

Visa und Versicherungsschutz (für Auslandsaufenthalte)