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Gerlinde Miesenböck

Städtereisefotos. Eine Untersuchung über fotografische Konstruktionen touristischer Imagination am Beispiel London und Rom

Abschluss des PhD-Programms / Completion of the PhD-Program: März 2014

Betreuung / Supervision:
Karin Bruns
Johannes Wegerbauer
Monika Schwärzler-Brodesser

Im Rahmen des PhD-Projektes „Touristische Imaginationen am Beispiel Europäischer Hauptstädte“  sollen verschiedene zeitgenössischen Wahrnehmungs- und Darstellungsweisen europäischer Hauptstädte in der Praxis der touristischen Reisefotografie untersucht werden.  Deren visuelle Repräsentation in sowohl öffentlich-medialen Reisebildern, als auch privaten touristischen Urlaubsfotos soll zudem mit künstlerischen Methoden reflektiert und befragt werden. Es soll also gezeigt werden, ob und wie medialen Strategien der Imageproduktion einzelner Medientypen mit den Bildern der Touristen korrespondiert. Das Enthüllen fotografischer Schemata soll Auskunft über soziale Konventionen geben, wie am Fallbeispiel von Reisebildern der europäischen Hauptstädte Rom und London gezeigt werden wird.

Diese Analysen sollen in Folge Einfluss auf neu zu entstehende künstlerische Arbeiten nehmen. Mit vornehmlich fotografischen Methoden sollen sie reflektiert und geprüft werden, bzw. wäre wünschenswert, korrespondierende künstlerische Strategien der Visualisierung der Ergebnisse zu entwickeln bzw. gängige wissenschaftliche Methoden in die künstlerische Projektarbeit einfließen zu lassen.  Dies geschieht vor allem in Form von „Feldforschung“, für die ich die ausgewählten Städte bereise (London 2011, Rom 2012) und vor Ort systematisch experimentiere. Die Ergebnisse der künstlerischen Forschung werden/wurden auf Konferenzen und Ausstellungen präsentiert. Ebenso kuratiere ich eine Gruppenausstellung, bei der ich interessante Positionen meiner Generation versammle.

In Folge ist Ziel des Forschungsprojektes einerseits eine Bereicherung der visuellen Tourismusforschung und Medientheorie, sowie eine Weiterentwicklung der eigenen künstlerischen Position.

© Gerlinde Miesenböck