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MitarbeiterInnengespräche

Das MitarbeiterInnengespräch (MAG) ist ein wichtiges Instrument zur Personalführung und -entwicklung. Im Mittelpunkt stehen die Förderung und Weiterentwicklung der MitarbeiterInnen.

Ein MAG gibt den Rahmen für einen offenen, auf Fairness und gegenseitigen Respekt basierenden Dialog vor, bei dem MitarbeiterInnen und Führungskräfte über Aufgaben und Ziele, Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen, die Zusammenarbeit und das Arbeitsumfeld sprechen.

Zu den Grundsätzen (siehe auch "Heft 1" unter Downloads):
Das MAG ist ein Mal im Jahr zwischen Anfang April und Ende Mai von dem/der direkten Vorgesetzten mit allen MitarbeiterInnen (ausgenommen sind MitarbeiterInnen mit bis zu einem Jahr befristeten Arbeitsverhältnissen, Lehrbeauftragte und studentische MitarbeiterInnen) zu führen.

Das MAG ist ein strukturiertes Gespräch. Sowohl Vorgesetzte/r als auch MitarbeiterIn bereiten sich darauf vor (siehe "Heft 2" und "Heft 3" unter Downloads).

Abgesehen von vereinbarten Weiterbildungsmaßnahmen ist der Inhalt des MAG vertraulich und nicht an Dritte weiterzugeben.

Der Inhalt des MAG wird protokolliert (siehe "Heft 4" unter Downloads). Das Protokoll im Original bleibt bei der Führungskraft. Der/Die MitarbeiterIn erhält eine Kopie.

Das MAG muss nachweislich stattgefunden haben. Das heißt, am Ende des MAG unterzeichnen MitarbeiterIn und Führungskraft eine Bestätigung (siehe "Heft 4" unter Downloads), die in der Personalabteilung abgegeben wird, um zu dokumentieren, dass das MAG durchgeführt worden ist.

Vereinbarte Weiterbildungsmaßnahmen werden festgehalten und in der Personalentwicklung (PE) abgegeben (siehe "Heft 4" unter Downloads). Dort wird der Bedarf an Weiterbildung in den verschiedenen Abteilungen gesammelt, um in Abstimmung mit dem Vizerektorat für Facility Management und Personal gezielt Personalentwicklungsmaßnahmen zu planen.

Sowohl Führungskraft als auch MitarbeiterIn haben die Möglichkeit, auf Wunsch eine Vertrauensperson zum MAG hinzuzuziehen. Als Vertrauensperson stehen die Mitglieder der beiden Betriebsräte und des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKG) zur Verfügung. [1]

Führungskräfte sind gesetzlich verpflichtet MAG durchzuführen. Das MAG ist sowohl im Beamten-Dienstrechtsgesetz (§45a) bzw. Vertragsbedienstetengesetz (§5) als auch im Kollektivvertrag (KV) für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten (§9) festgehalten und betrifft sowohl das künstlerisch-wissenschaftliche als auch das allgemeine Personal.  

[1] Im Beamten-Dienstrechtsgesetz bzw. Vertragsbedienstetengesetz und im KV ist unterschiedlich geregelt, wann Vertrauenspersonen von MitarbeiterIn und/oder Führungskraft zum MAG hinzugezogen werden können. Bei BeamtInnen und Vertragsbediensteten ist das dann der Fall, wenn am Ende des MAGs keine Einigung erzielt wird und daher ein Folgegespräch erforderlich ist. Bei KV-Angestellten besteht die Möglichkeit, von Beginn an eine Vertrauensperson zu beteiligen, wenn dies Wunsch des_der MitarbeiterIn und/oder der Führungskraft ist.

Als Vertrauenspersonen gelten im Beamten-Dienstrechtsgesetz bzw. Vertragsbedienstetengesetz Gleichbehandlungsbeauftragte, PersonalvertreterInnen oder Behindertenvertrauenspersonen. Der KV definiert die Mitglieder der Betriebsräte oder sonstige ArbeitnehmerInnen der Universität als Vertrauenspersonen.

Da diese unterschiedliche Behandlung von BeamtInnen bzw. Vertragsbediensteten und KV-Angestellten weder sinnvoll noch praktikabel in der Umsetzung ist, erfolgt die einheitliche Handhabung wie oben angeführt.