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Qualität und Qualitätsmanagement an der Kunstuniversität Linz

Qualität

Qualität als Querschnittsmaterie verstanden, erstreckt sich an der Kunstuniversität Linz über die Bereiche „strategische Entwicklung“, „Studium und Lehre“, „Forschung und Entwicklung/Entwicklung und Erschließung der Künste“ (F&E/EEK) sowie „Verwaltung“.

Verantwortung

Die Aufgabe der Qualitätssicherung und -entwicklung liegt an der Kunstuniversität Linz in der Verantwortung aller Universitätsangehöriger, abhängig von den jeweiligen Arbeitsbereichen. Auf strategischer Ebene und hinsichtlich der Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen und Strukturen, die es den Künstler*innen, Wissenschafter*innen, Verwaltungsmitarbeiter*innen und Studierenden ermöglichen, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, obliegt dies der Universitätsleitung gemeinsam mit den Kollegialorganen und den Instituts- bzw. Abteilungsleiter*innen.

Auf operativer Ebene bekennt sich die Universität zur Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Eigenständigkeit ihrer Mitarbeiter*innen. Dem zugrunde liegt ein hohes Vertrauen in die Mitarbeiter*innen und ein breiter Handlungsspielraum, der ihnen bei der Umsetzung von Zielen und Aufgaben zugestanden wird. Durch Weiterbildungsmaßnahmen werden sie dabei unterstützt.

Die Kunstuniversität Linz verfolgt in diesen Zusammenhängen einen partizipativen Ansatz. Es ist ihr Anliegen, alle Universitätsangehörigen, dazu gehören auch die Student*innen, bei der Gestaltung von qualitätsfördernden Rahmenbedingungen und Strukturen einzubinden und mitwirken zu lassen.

Kommunikation

Die Kunstuniversität Linz zeichnet sich – aufgrund ihrer Größe und flachen Hierarchie – durch individuelle Betreuung und persönlichen Kontakt unter und zwischen den Mitarbeiter*innen und Studierenden sowie zu externen Partner*innen aus. Ein respektvoller Umgang, der auf wertschätzende Kommunikation und konstruktives Feedback baut, ist dabei handlungsleitend. Formalisierte Prozesse sind zielorientiert, ohne überzogene hierarchische Entscheidungsstufen und unnötige Umwege gestaltet. Im Sinne einer serviceorientierten Verwaltung werden dabei elektronische Systeme unterstützend eingesetzt. Zielgerichtete Kommunikation und Information sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Prozesse, Zuständigkeiten und Entscheidungsfindungen.

Studium und Studierbarkeit

Die Kunstuniversität Linz steht für Vielfalt und Offenheit verbunden mit einem hohen sozialen Verantwortungsbewusstsein, das sich in einem klaren Bekenntnis zu Diversität und Gleichbehandlung und der Förderung dessen wiederspiegelt. Im Bereich „Studium und Lehre“ ist dieser Grundsatz im Verständnis von Studierbarkeit verankert und ist Grundlage für die Auseinandersetzung mit Qualität in diesem Bereich.

Exkurs „Studierbarkeit“:
Für die Kunstuniversität Linz bedeutet Studierbarkeit, allen Studierenden, unabhängig von ihrer individuellen Lebenssituation, barrierefreies Studieren zu ermöglichen, das ihnen ein weitgehend interessengeleitetes und eigenverantwortliches Studium erlaubt. Barrierefreiheit hier im weiteren Sinn verstanden, meint zunächst, dass Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass Studierende ihr Studium ohne strukturell bedingte Verzögerungen absolvieren können. Demnach orientiert sich die Kunstuniversität Linz in ihrem Verständnis von Studierbarkeit nicht nur an dem*der idealtypischen Vollzeit-Student*in. Im Fokus steht vielmehr die Diversität der Studierenden. Verschiedene Lebensumstände ergeben sich u. a. aufgrund von Erwerbstätigkeiten, Betreuungspflichten oder Beeinträchtigungen. Abhängig davon stehen den Studierenden unterschiedliche zeitlich- und finanzielle Ressourcen zur Verfügung, die sich restriktiv auf das Studieren auswirken und zu ungewollten Verzögerungen führen können, wenn nicht versucht wird, diesem Umstand durch entsprechende Rahmenbedingungen entgegenzuwirken. Dies gilt insbesondere in Bezug auf a) eine möglichst modulare Gestaltung der Studienpläne, um Durchlässigkeit und individuelle Studienwegen zu begünstigen, b) die Gestaltung des Lehrveranstaltungsangebots, c) die infrastrukturelle Ausstattung und d) das Angebot von (sozialen) Unterstützungsmaßnahmen.

Lehre und F&E/EEK

Im Sinne einer Lehre, die sich am state of the art orientiert, forschungsgeleitet und auf die zukünftige Praxis der Studierenden ausgerichtet ist, setzt die Universität auf die Förderung und Unterstützung internationaler Mobilität der Studierenden wie Künstler*innen und Wissenschafter*innen und forciert die interdisziplinäre Zusammenarbeit nach innen und außen, national und international in Lehre und F&E/EEK. Dahingehend baut die Universität auf ihre gute Anbindung an die lokale freie Kunst- und Kulturszene sowie auf ihr breites, weit über die Grenzen Österreichs hinausreichendes, Netzwerk an engen Kooperationen mit Universitäten, Kunst- und Kultureinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen und sozialen Einrichtungen.

Gesellschaftliche Zielsetzung

Die Kunstuniversität Linz nimmt ihre gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung wahr. In der künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen bezieht sie durch ihre Universitätsangehörigen kritisch Stellung, gibt Denkanstöße und zeigt Lösungsansätze auf, die durch Veröffentlichungen, Ausstellungen und Performances, Beiträge im Kontext wissenschaftlicher und künstlerischer Veranstaltungen national wie international wahrgenommen werden und in den unterschiedlichen Diskursen Wirkung entfalten.

QM | Qualitätsmanagement

Qualität ist diesen genannten Leitsätzen immanent. Für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf allen Ebenen der Universität sind sie richtungsgebend. Dem Qualitätsmanagement (QM) kommt hierbei, in Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung, den Kollegialorganen, spezifischen Arbeitsgruppen und den jeweiligen Abteilungen, eine beratende, unterstützende, initiierende und koordinierende Rolle zu.

Das QM an der Kunstuniversität Linz ist neben Personalentwicklung (PE, Weiterbildung) und Kunst.Forschung (Unterstützung in F&E/EEK, Koordination des PhD-Programms) ein Bereich der Abteilung Kunst.Forschung, QM&PE.

Auf strategischer Ebene wirkt das QM (bzw. die Abteilung Kunst.Forschung, QM&PE) über Wissensbilanz, Entwicklungsplan und Leistungsvereinbarung bei der Entwicklung der Universität mit.

In den Kernprozessen im Bereich „Studium und Lehre“ werden in enger Abstimmung mit dem Vizerektorat für Lehre und Kunst, Studierenden und Lehrenden Verfahren zur Evaluierung der Qualität angewendet und Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung gesetzt.

Bezogen auf Kernprozesse im Bereich „F&E/EEK“ erweist sich die organisatorische Verzahnung mit Kunst.Forschung als essentielle Schnittstelle. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Beratung und Begleitung des künstlerisch-wissenschaftlichen Personals in F&E/EEK sowie der Nachwuchswissenschafter*innen im PhD-Programm schafft Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige F&E-/EEK-Leistungen. Es besteht hier ein unmittelbarer Austausch über Belange im Bereich „F&E/EEK“ und dem QM. Auf übergeordneter Ebene ist „Qualität in F&E/EEK“ im Vizerektorat für Forschung angesiedelt.

Aktivitäten des QM in Hinblick auf „Personal“ beschränken sich an der Kunstuniversität Linz nicht auf Unterstützungsprozesse der Verwaltung, sondern berücksichtigen das allgemeine wie künstlerisch-wissenschaftliche Personal gleichermaßen. Hier geht es insbesondere darum, in Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung ein Arbeitsumfeld zu schaffen, dass die Mitarbeiter*innen der Universität bei der Umsetzung ihrer Aufgaben bestmöglich unterstützt und sie in ihrer Weiterentwicklung fördert. Die Integration von QM und PE in einer Abteilung wirkt als weitere wichtige Schnittstelle. Weiterbildungsbedarfe, die im Rahmen von Erhebungen des QM erfasst werden, werden auf direktem Weg an die PE weitergegeben. In weiterer Folge werden Weiterbildungsmaßnahmen in Abstimmung konzipiert und durchgeführt.

Das QM an der Kunstuniversität Linz legt in seiner Arbeit - im Sinne der persönlichen Arbeitsatmosphäre an der Universität, die auf wertschätzenden und respektvollen Umgang baut, - großen Wert auf Diskurs und Reflexion durch partizipative Prozesse sowie höchstmögliche Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Fairness bei der Durchführung dieser Prozesse und Umsetzung von Maßnahmen. Die Gestaltung von Rahmenbedingungen erfolgt bedarfsorientiert in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen, insbesondere mit der Koordinationsstelle für Genderfragen, um das an der Universität zentrale Querschnittsthema „Gender und Diversity“ entsprechend einzubinden.

Kontakt

Mag. Kathrin Anzinger
M: +43 (0) 676 84 7898 446
kathrin.anzinger@ufg.at

Anna Schachermayer, MSc
M: +43 (0) 676 847 898 2289
anna.schachermayer@ufg.at 

Standort
Hauptplatz 6, 4020 Linz
2. OG, Raum H6.02.25