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Sicherheit und Gesundheit

Die Rechtsvorschriften in Österreich – insbesondere das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) zielen darauf ab, das Leben und die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit zu schützen.

Hauptadressat des Gesetzes ist der/die ArbeitgeberIn. Er/Sie ist zuständig für die Umsetzung der Bestimmungen und trägt hierfür die Verantwortung.

Grundlage dafür ist die Erhebung und Beurteilung von Sicherheitsgefahren und Gesundheitsrisiken sowie deren Beseitigung durch entsprechende Maßnahmen (siehe Arbeitsplatzevaluierung und Dokumentation).

Der Betriebsrat ist verpflichtet, die Durchführung und Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Er muss den/die ArbeitgeberIn auf Gefahrenstellen und Missstände hinweisen und mit ihm/ihr über deren Beseitigung beraten. Falls notwendig, kann der Betriebsrat eine Kontrolle durch das Arbeitsinspektorat anfordern.

Die Interessen der ArbeitnehmerInnen mit Fokus auf Sicherheit und Gesundheit werden durch die Sicherheitsvertrauenspersonen vertreten.

Eine wichtige Rolle kommt außerdem den sogenannten Präventivfachkräften zu. Zu ihnen gehören Sicherheitsfachkräfte, ArbeitsmedizinerInnen und weitere Fachkräfte, wie z. B. ArbeitspsychologInnen. Sie haben die Aufgabe, den/die ArbeitgeberIn, die Sicherheitsvertrauenspersonen, den Betriebsrat sowie die MitarbeiterInnen selbst zu beraten und zu unterstützen.

Der/Die ArbeitgeberIn muss außerdem Vorkehrungen treffen, um das Entstehen von Bränden und im Fall eines Brandes eine Gefährdung der ArbeitnehmerInnen zu vermeiden. Dazu gehört u. a. die Bestellung von Brandschutzbeauftragten und -warten.

Ebenso braucht es Vorkehrungen, damit MitarbeiterInnen bei Verletzungen oder plötzlichen Erkrankungen Erste Hilfe geleistet wird, weswegen es in Betrieben Ersthelfer*innen gibt.

Neben den genannten zuständigen Organen und Personen kommen aber auch den MitarbeiterInnen gewisse Pflichten bezogen auf den ArbeitnehmerInnenschutz zu (siehe § 15 ASchG).